Bauamtsleiter Bernd Reihs über den Zustand des Kanalsystems

Bernd Reihs

Zustandsbericht des Kanalbestandes im Bereich der Halbinsel Wasserburg-Bodensee

 

Die Halbinsel ist im Trennsystem und liegt im Grundwasserwechselbereich. Das Regenwassersystem besteht aus zwei parallel laufenden Leitungen. Der Regenwasserkanal DN 150-200 aus überwiegend unbewehrten Betonrohren mit einfacher Falzmuffe ohne Dichtung, sogenannte Spitzmuffenrohre wurden hauptsächlich in den 50gern und 60gern Jahre verwendet und gelten als undicht. Der RW-Kanal ist hydraulisch nicht ausreichend.

Die überwiegenden Schäden sind extrem viele Wurzeleinwüchse, fehlende Scherben, verschobene Verbindungen und Versätze. Die Rohre waren bis zu 100% verstopft durch Wurzeln und Ablagerungen. Die Straßenentwässerung DN 100-150 aus unbewehrten Beton und PVC waren durch Wurzeleinwüchse, Ablagerungen und Rohrbruch zu 100% verstopft, teilweise immer noch. Im Bereich des Kiosks ist eine Sofortmaßnahme notwendig, da durch einen Rohrbruch das System nicht mehr funktioniert.

Der Schmutzwasserkanal besteht aus Steinzeugrohre DN 100-250, Rohrlänge 1,00m bis 1,20m mit unbekanntem Baujahr. Hydraulisch teilweise unterdimensioniert hat viele Wurzeleinwüchse, undichte Muffen, Infiltration, Grundwasser dringt ein, Inkrustationen und verschobene Verbindungen. Eine Haltung liegt sogar unter einem Gebäude und sollte verlegt werden. Durch den vorhandenen Sanierungsstau sollte zeitnah gehandelt werden- die notwendige Entwässerung des Schmutz- als auch des Regenwassers kann mittelfristig nicht mehr gewährleistet werden.

Bernd Reihs 
Dipl.-Ing(FH) Architekt
Leiter Bauamt Wasserburg-Bodensee

 

Bilder des dringend sanierungsbedürftigen Kanalsystems finden Sie in einem extra Artikel hier auf unserer Website (bitte hier klicken).