Halbinsel Wasserburg Bodensee Sanierung

Nutzen Sie die Möglichkeit der Briefwahl

In den vergangenen Tagen haben Sie Ihre Wahlbenachrichtigungen in Ihren Briefkästen vorgefunden. Nutzen Sie die Möglichkeit der Briefwahl für den Bürgerentscheid am 08. Mai 2016 und stimmen Sie bitte für die dringende Sanierung unserer Halbinsel.

 

So stimmen Sie für die Sanierung der Halbinsel:
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Leserzuschrift von Bettina Sporrädle

Liebe Wasserburger,
das Thema „Halbinselsanierung“ ist in aller Munde und wird sehr kontrovers betrachtet.

Ich finde es sehr schade, dass dieses sachliche Thema inzwischen auf sehr persönlicher Ebene angekommen ist. Mitbürger werden beleidigt oder als „blöd“ dargestellt, Ironie wird beschuldigend! Kommentare auf Facebook, die den Gegnern nicht passen, werden einfach gelöscht… das ist nicht fair, noch hat es etwas mit konstruktiver Diskussion zu tun.

Die Standpunkte der Gemeinde und des Bürgerbegehrens sind klar dargelegt und leider sehr gegensätzlich!
Ob Molenverlängerung, Landgewinnung… oder nicht – das ist gar nicht mehr die Grundlage für die Entscheidung, die zu treffen ist.

Ich glaube das wissen die wenigsten von uns!

Die Planungen für die Sanierung sind seit über vier Jahren in vollem Gange und wir Bürger hatten viele Möglichkeiten und auch konkrete Termine, bei denen wir uns hätten informieren und einbringen (mündlich oder schriftlich) können. Damals wäre es möglich gewesen, die Hauptstreitpunkte wie Molenverlängerung oder Landgewinnung zu verhindern, den moderneren, geradlinigen Stil abzuschwächen usw. …

Diese Möglichkeiten haben wir nicht genutzt! Es wurde geplant, bezahlt, Zuschüsse beantragt… jetzt sind diese Zuschüsse nach jahrelangem, bürokratischem Aufwand genehmigt und es könnte losgehen!

Jetzt fällt uns Bürgern plötzlich ein, dass wir das so doch nicht haben wollen!
Warum sage ich UNS? Ja, weil ich auch auf der Liste des Bürgerbegehrens unterschrieben habe!
Ich sah darin eine Verhandlungsbasis um Kompromisse zu finden. Jetzt weiß ich, dass das nicht so ist – dafür ist es zu spät!

Wenn das Bürgerbegehren am 08.05.2016 die Mehrheit erhält, ist die Folge nicht eine neue Verhandlungsbasis, sondern ganz klar ein AUS für die Sanierung für viele Jahre! Aufgrund vieler bürokratischer Hürden und Wiederbeantragungsfristen, sind Zuschüsse erst mal dahin und ohne Zuschüsse, stemmt unsere Gemeinde keine Sanierung, auch keine „kleine Version“!

Ich finde es wichtig, dass jeder Bürger weiß, welche folgenschwere Entscheidung er trifft, wenn er gegen die Sanierung stimmt!

Was uns als Wasserburger vereint ist, dass uns unsere Heimat, unser Dorf, am Herzen liegt. Allen, die die Pläne so nicht passend oder schön etc. finden, also auch mir selbst, möchte ich sagen: Wir sind selber schuld! Hätten wir uns eingebracht als es gewünscht und möglich war, dann wäre die Diskussion mehr als gerechtfertigt. Doch das haben wir nicht! Lernen wir daraus und engagieren uns für unser Dorf, wenn es fruchtbare Ergebnisse bringt!

Deshalb dürfen wir der Sanierung nicht weiter im Wege stehen – es wurde schon sehr viel Zeit, Energie und Geld investiert! Stimmt für die Sanierung am 08.05.2016!

Jeder darf seine Meinung vertreten, aber der Anstand und die Toleranz gegenüber anders denkenden, sollte uns immer begleiten!
Ich freue mich schon auf den ersten Abendmarkt, an dem wir hoffentlich alle, egal mit welcher Meinung zu diesem Thema, gemeinsam unser Dorf genießen können!

Liebe Grüße Bettina Sporrädle

Dieser Brief wurde uns mit der Bitte um Veröffentlichung zugeschickt . Inhaltlich verantwortlich ist allein der Leserbriefschreiber. 

Josef Walser Wasserburg

Josef Walser für die Sanierung der Halbinsel Wasserburg/B.

Liebe Wasserburger,

ich verstehe einige Reaktionen von Wasserburgern, die gegen eine Veränderung auf der Halbinsel sind, hier geht es aber nicht grundsätzlich darum, keine Veränderung zu erzielen, sondern eher darum, das Idyllische zu erhalten.

Da die letzten baulichen Veränderungen, siehe „Alcatraz“ und „The Wall“, das Vertrauen der Bürger überstrapaziert und enttäuscht haben, kann man nun eine gewisse Angst und Skepsis der Bürger, die zu Recht besteht, verstehen. Dennoch sollten wir den neu überarbeiteten Plänen unsere Zustimmung und den Gemeinderäten unser Vertrauen schenken.

Um ein Stück Vertrauen zurückzugewinnen, wäre der Gemeinderat gut beraten, die Planung so detailliert und anschaulich wie möglich darzulegen.

Ich freue mich auf eine neue Halbinsel nach dem Motto „Das Schöne erhalten und Neues gestalten.“

Josef Walser

 

 

Anmerk. d. Red.:
Daher informieren Sie sich bitte umgehend hier auf unserer Website, z.B. unter http://halbinsel-wasserburg.de/fakten-zur-sanierung-der-halbinsel.
Bei Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung!

Stefan Hilger

Gemeinderat Stefan Hilger zur Sanierung der Halbinsel

Wir haben im Gemeinderat lange, intensiv und auch sehr kontrovers über das Thema „Halbinselsanierung“ beraten. Ich konnte dem ursprünglichen Entwurf lange nicht zustimmen, da er mir persönlich zu „leblos“ war. Das sahen auch andere im Gemeinderat so.

Der jetzige Entwurf nimmt deshalb viele Positionen des 2. Preisträgers auf und ist ein Kompromiss zwischen den Befürwortern einer „klaren Kante“ und der „Knick“-Fraktion. Jetzt bekommen wir einen „kleinen Knick“, was mir sehr sympathisch ist.

Als regelmäßiger Nutzer des Konzertplatzes freue ich mich auch auf ein großzügigeres Platzangebot, wobei die zentralen Punkte der Geselligkeit wie z.B. das „Mäuerle“ erhalten bleiben.

Ja, ich bin überzeugt davon, dass es uns Wasserburgern auch in Zukunft gelingen wird, die Halbinsel mit Leben zu füllen, sich dort wohl zu fühlen und so dazu beizutragen, dass sie ihren gemütlichen Charme behält. Und  Klar, wir werden uns von der Halbinsel wie sie jetzt ist verabschieden. Da schwingt ein bisschen Wehmut mit, weil viele Wasserburger mit der Halbinsel Geschichten und Erinnerungen verbinden. Aber es werden neue geschrieben. Und darauf freue ich mich.
Ihr Stefan Hilger, Gemeinderat (ULW)

Bernd Reihs

Bauamtsleiter Bernd Reihs über den Zustand des Kanalsystems

Zustandsbericht des Kanalbestandes im Bereich der Halbinsel Wasserburg-Bodensee

 

Die Halbinsel ist im Trennsystem und liegt im Grundwasserwechselbereich. Das Regenwassersystem besteht aus zwei parallel laufenden Leitungen. Der Regenwasserkanal DN 150-200 aus überwiegend unbewehrten Betonrohren mit einfacher Falzmuffe ohne Dichtung, sogenannte Spitzmuffenrohre wurden hauptsächlich in den 50gern und 60gern Jahre verwendet und gelten als undicht. Der RW-Kanal ist hydraulisch nicht ausreichend.

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Stephan Stohr

Stephan Stohr: „Stimmen Sie am 08. Mai für die Sanierung der Halbinsel“

Stephan Stohr hat uns geschrieben und um Veröffentlichung gebeten:

Schon früher hatten die Wasserburger Bürger Angst vor Veränderungen. So schrieb damals bereits mein Urgroßvater in einem Brief, dass nun die Bagger rasseln und die Baumaßnahmen auf der Halbinsel begonnen haben. Niemand der Einheimischen sei begeistert, überhaupt würde das Ortsbild dann nicht mehr so heimelig sein.

Was 1958 das Wasserburger Volk beunruhigte wiederholt sich aktuell wieder. Heraus kam damals das uns allen bekannte heutige Idyll auf der Halbinsel; was wir alle so lieben und schätzen!

Die Halbinsel ist in die Jahre gekommen und kränkelt an allen Ecken. Unterschiedliche Bänke, verschiedene Geländer, eine kaputte Hafenmauer, welche dringend ersetzt werden muss, diverse Straßenbeläge mit etlichen Stolperfallen durch schadhafte Stellen sowie eine gefährliche Engstelle am Kiosk an der es  zu Beinahezusammenstöße zwischen Fußgängern und Radfahrern kommt (ja, es gibt hier im Alltag immer wieder Radfahrer).

Auch das Kiosk-Gebäude gehört dringend ersetzt, zukunftsfähig gemacht und auch energetisch auf den heutigen Stand gebracht.

Ich bin für eine Sanierung der Halbinsel mit Verbreitung, damit das Idyll wieder zum strahlen erweckt wird. Wenn auch Sie die Perle vom Bodensee aufpoliert wollen, dann stimmen Sie am 8. Mai für die Sanierung der Halbinsel Wasserburg.

 

Hier der Brief, den Stephan Stohr angesprochen hat. Er wurde an seinen Vater damals geschrieben, im Jahr 1958:

Brief aus 1958 zu Veränderungen auf der Halbinsel Wasserburg - heute wohl wieder aktuell

Lindauer Zeitung, 05.03.2016

TGW e.V.: „Wir sollten diese einmalige Chance nutzen“

Wasserburg – Die Touristikgemeinschaft Wasserburg (TGW) bekennt sich klar zur geplanten Modernisierung der Halbinsel. „Ja, wir wollen unser Schmuckstück nach vorne entwickeln – ohne jedoch den Dorfcharakter zu zerstören.“, sagt der Vereinsvorsitzende Adolf Hiller-Zürn. Damit stellen sich die Gastgeber klar hinter den Gemeinderat. Hiller-Zürn und auch Bürgermeister Thomas Kleinschmidt nutzten die Hauptversammlung des Vereins, um sich zum derzeit brisantesten Thema in Wasserburg zu äußern: dem Bürgerbegehren gegen die Modernisierung der Halbinsel.

Charakter soll erhalten bleiben

„Wir wollen eine heiter-beschauliche Dorfidylle. Denn Wasserburgs Charakter soll erhalten bleiben – romantisch aber trotzdem modern“, sagt Hiller-Zürn und verweist auf das im Jahr 2012 von der Gemeinde und den Bürgern erarbeitete touristische Leitbild: „Dort steht alles drin.“

Kleinschmidt betonte nüchtern, dass die Modernisierung den Erholungswert und die Wirtschaftskraft der Gemeinde stärken werde. „Wir steigern mit der Halbinselsanierung die Attraktivität unserer Gemeinde als Ferienziel und verbessern gleichzeitig die Qualität – für unsere Bürger, aber auch für den Tourismus.“ Die Wasserburger Gastgeber beschäftigen sich bereits seit 2008 intensiv mit diesem Thema. Die Modernisierung der Halbinsel ist für sie eine Herzensangelegenheit: „Wir haben eine einmalige Chance. Die sollten wir nutzen“, sagt Hiller-Zürn.

Auch zum Thema Informationsfluss bezieht er Position: „Natürlich hat die Gemeinde eine Bringschuld.“ Doch auch die Bürger, die über mangelnden Informationsfluss klagen, seien in der Pflicht: „Jeder Einzelne kann zur Gemeinde gehen und sich zum Stand der Dinge Informationen einholen.“

Da die Sanierung der Halbinsel in der Seegemeinde derzeit sehr emotional diskutiert wird, appelliert Hiller-Zürn abschließend: „Wir sollten alle fair und konstruktiv miteinander umgehen. Und im Sinne der Demokratie: Nehmen Sie am Bürgerbegehren und Ratsentscheid am 8. Mai teil.“

Aus der Lindauer Zeitung vom 05.03.2016

Lindauer Zeitung, 05.03.2016
Lindauer Zeitung, 05.03.2016
Kanal auf der Halbinsel Wasserburg/B.

Zustand der Kanäle auf der Halbinsel

Nicht nur die Geländer, Bodenbeläge etc. sind auf der Halbinsel sanierungsbedürftig, sondern auch das im Boden steckt: diverse Rohre und Leitungen.

Nach der Befahrung der Kanäle kam heraus, dass diese in einem äußerst desolaten Zustand sind.
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