TGW e.V.: „Wir sollten diese einmalige Chance nutzen“

Lindauer Zeitung, 05.03.2016

Wasserburg – Die Touristikgemeinschaft Wasserburg (TGW) bekennt sich klar zur geplanten Modernisierung der Halbinsel. „Ja, wir wollen unser Schmuckstück nach vorne entwickeln – ohne jedoch den Dorfcharakter zu zerstören.“, sagt der Vereinsvorsitzende Adolf Hiller-Zürn. Damit stellen sich die Gastgeber klar hinter den Gemeinderat. Hiller-Zürn und auch Bürgermeister Thomas Kleinschmidt nutzten die Hauptversammlung des Vereins, um sich zum derzeit brisantesten Thema in Wasserburg zu äußern: dem Bürgerbegehren gegen die Modernisierung der Halbinsel.

Charakter soll erhalten bleiben

„Wir wollen eine heiter-beschauliche Dorfidylle. Denn Wasserburgs Charakter soll erhalten bleiben – romantisch aber trotzdem modern“, sagt Hiller-Zürn und verweist auf das im Jahr 2012 von der Gemeinde und den Bürgern erarbeitete touristische Leitbild: „Dort steht alles drin.“

Kleinschmidt betonte nüchtern, dass die Modernisierung den Erholungswert und die Wirtschaftskraft der Gemeinde stärken werde. „Wir steigern mit der Halbinselsanierung die Attraktivität unserer Gemeinde als Ferienziel und verbessern gleichzeitig die Qualität – für unsere Bürger, aber auch für den Tourismus.“ Die Wasserburger Gastgeber beschäftigen sich bereits seit 2008 intensiv mit diesem Thema. Die Modernisierung der Halbinsel ist für sie eine Herzensangelegenheit: „Wir haben eine einmalige Chance. Die sollten wir nutzen“, sagt Hiller-Zürn.

Auch zum Thema Informationsfluss bezieht er Position: „Natürlich hat die Gemeinde eine Bringschuld.“ Doch auch die Bürger, die über mangelnden Informationsfluss klagen, seien in der Pflicht: „Jeder Einzelne kann zur Gemeinde gehen und sich zum Stand der Dinge Informationen einholen.“

Da die Sanierung der Halbinsel in der Seegemeinde derzeit sehr emotional diskutiert wird, appelliert Hiller-Zürn abschließend: „Wir sollten alle fair und konstruktiv miteinander umgehen. Und im Sinne der Demokratie: Nehmen Sie am Bürgerbegehren und Ratsentscheid am 8. Mai teil.“

Aus der Lindauer Zeitung vom 05.03.2016

Lindauer Zeitung, 05.03.2016
Lindauer Zeitung, 05.03.2016